Plan B als Ressource
Neulich hatte ich einen besonderen Walk geplant – ein gemeinsamer Spaziergang im Rahmen einer Veranstaltung. Sehr spontan aber für mich selbst auch emotional, denn er sollte an die kürzlich verstorbene Naturschützerin Jane Goodall erinnern.
Doch kurz vorher: Keine Anmeldungen, keine Gruppe, kein Walk, keine gemeinsame Zeit im Wald.
Erstmal Frust. Ich hatte vorbereitet und mich innerlich darauf eingestellt. Am Ende habe ich also offiziell abgesagt und einer anderen Chance an diesem Tag zugesagt.
Statt Gruppe gab es ein Date mit mir selbst und einer Fotografin. Dabei habe ich eine Ecke von Dresden erkundet, die ich so noch nicht kannte, den Boden unter den Füßen gespürt und dem Wind zugehört. Schlußendlich auch tolle Fotos machen lassen.
Ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie sich Resilienz im Alltag anfühlt: Nicht schönreden, sondern annehmen – und schauen, was trotzdem möglich ist.
Ruhestandslifestyle?
Kurz darauf bekam ich ein Kommentar zu meinen Bildern aus dem Wald: „Das ist ja echter Ruhestandslifestyle.“
Ich verstehe, woher das kommt.
Auf den Fotos sieht man oft: Ruhe, Zeit, Licht, Waldwege, Hängematte.
Was man nicht sieht: E-Mails, Kinderalltag, Termine, Projekte, Existenzgründung.
Für mich ist das aber kein Luxus, oder Rückzug aus dem Leben. Es ist das Fundament, auf dem ich meine Resilienz aufbaue:
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Draußen sein, bevor es zu viel wird – nicht erst danach.
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Gedanken sortieren, bevor sie sich im Kreis drehen.
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Nervensystem runterfahren, bevor es am Limit hängt.
Die regelmäßigen Zeiten im Wald sind mein Trainingsraum dafür. Für mich ist es das, was mich täglich handlungsfähig hält.
Kleine Einladung an dich
Wenn du magst, probier in den nächsten Tagen eine Mini-Übung aus:
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Block dir 20–30 Minuten im Kalender.
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Geh raus, egal wie das Wetter ist – Park, Wald, Wiese, Stadtgrün.
Nimm dir unterwegs drei Fragen mit:
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Wie fühlt sich mein Körper gerade an – vor dem Losgehen?
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Was nehme ich wahr, wenn ich den Blick bewusst nach oben richte (Himmel, Kronen, Wolken)?
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Was hat sich verändert, wenn ich wieder nach Hause komme?
Mehr braucht es erstmal nicht. Kein perfekter Spaziergang, kein Schrittzähler-Ziel.
Nur du, dein Körper, die Umgebung und der Wille, kurz aus dem Alltag auszusteigen.
Wenn du daraus ein Fundament machen willst
Vielleicht merkst du schon beim Lesen:
Draußen sein tut gut, aber im Alltag bleibt es oft bei der guten Absicht.
Genau dafür habe ich das Jahresprogramm „Dein Date mit der Natur“ geplant:
Ein Jahr lang treffen wir uns einmal im Monat draußen rund um Dresden.
Feste Naturorte, kleine Gruppe, ruhiger Rahmen.
Impulse zu Achtsamkeit, Resilienz und Orientierung.
Und vor allem: eine Struktur, die dir hilft, aus „Ich sollte mal wieder rausgehen“ eine tragfähige Routine zu machen.
Wenn du 2026 nutzen möchtest, um dir ein eigenes Resilienz-Fundament in und mit der Natur aufzubauen, findest du alle Infos hier:
„Dein Date mit der Natur“
Zum Schluss noch eine Einladung an dich:
Wenn du magst, schreib mir gern zurück, wie dein „Plan B“ in letzter Zeit aussah – oder ob du die kleine Draußen-Übung ausprobiert hast.
Solche Geschichten zeigen mir immer wieder, wie viel in diesen unscheinbaren Momenten steckt.
Herzliche Grüße
Hanjo 🌲🧭